Die Vorfreude begann schon Wochen davor, die kulinarischen Vorbereitungen fingen in den frühen Morgenstunden an und dauerten meistens, über mehrere Tage hinweg bis spät in der Nacht. Der grosse Tag nahte, die Aufregung verbreitete sich im ganzen Dorf. Es herrschte eine angespannte, jedoch fröhliche Stimmung. Alle Familien wussten was sie beizutragen hatten: Die Männer kümmerten sich um den Aufbau der Tische, Bänke und Stühle und um das bewerten des Hausweines, welcher ein jeder an solchen Anlässen Stolz gleich Fassweise ausschenkt.
Die Frauen spielten an solchen Anlässen die Hauptrolle: Sie sorgten dafür, dass die Tische reichhaltig gedeckt wurden mit den verschiedenszen Köstlichkeiten und Spezialitäten.Dabei verbrachten sie vier bis fünf Tagen in ihren Küchen. Für diese Zeitspanne verwandelte sich das Dorf in eine eng zusammenarbeitende Gemeinschaft mit dem gleichen Ziel: Dem Brautpaar das schönste Fest ihres Lebens zu schenken. Mit einem liebevollen, bunten und vor allem reichhaltigen Buffet, den Hausweinen, welche in ströme fliessen und den von Handorgeln begleiteten rhythmischen Trommelklänge, Assen, Tranken und Tanzten sie während manchmal drei Tagen und drei Nächten, bis nächsten Hochzeit, die nie lange auf sich warten liess...